Vor rund vierhundert Millionen Jahren entwickelten sich aus 
den Wasserpflanzen die ersten Landpflanzen. Doch erst vor rund 
dreihundert Millionen Jahren entstanden die ersten Bume. In 
der Steinkohlezeit wuchsen riesige Wlder in einem gnstigen 
feuchten und tropischen Klima. Wie der Name Steinkohlezeit 
bereits sagt, war dies die Zeit der Speicherung des freien 
Kohlendioxids in Pflanzen, deren Umwandlungs- und Endprodukte 
wir heute verfeuern und wieder freisetzen. Vor rund einhundert 
Millionen Jahren entwickelten sich schlielich die Laubbume 
und wurden zum vorherrschenden Wald. Dann begann sich das 
Klima auf der nrdlichen Halbkugel vor etwa einer Million 
Jahre stark abzukhlen. Die Eiszeiten kamen. Nach dem Rckzug 
der groen Inlandvereisungen und der Zunahme der Temperatur 
eroberte wieder die Vegetation die Flchen zurck. Allerdings 
waren viele Pflanzenarten ausgestorben oder eine Rckwanderung 
war durch den hohen Alpenriegel erschwert. Die Folge war eine 
viel artenrmere Flora als vor der Eiszeit. Seit dem 
Mittelalter verstrkte sich der Einfluss der Menschen auf das 
kosystem Wald. Von den mittelalterlichen Rodungen waren vor 
allem die fruchtbaren Laubwaldbden betroffen, so dass sich 
bereits damals der Nadelwaldanteil erhhte. Holz diente bis 
zum Ende des vergangenen Jahrhunderts vor allem zum Heizen, 
Kochen und Bauen. Vor dem vierzehnten Jahrhundert kannte man 
im mittel- und norddeutschen Raum keinen anderen Baustoff. 
Auch der Schiffsbau bentigte groe Mengen Holz. Vom 
sechzehnten bis neunzehnten Jahrhundert wurden fr die groen 
Kolonial- und Handelsflotten Hollndertannen vom Schwarzwald 
auf dem Rhein bis nach Holland geflt, so dass der Schiffsbau 
stark zum Niedergang der Wlder beigetragen hat. Groe 
Holzmengen bentigten im Mittelalter zudem der Bergbau, die 
Glashtten und Salinen. Den Bauern diente der Wald als 
Weidegrund fr das Vieh und nach Einfhrung der Stallhaltung 
wurden Bltter und Nadeln als Einstreu im Stall verwendet. 
Dies war einer der schdlichsten Eingriffe in den Wald und 
trug zur Verarmung der Wlder und ihrer Bden wesentlich bei.